Industrie 4.0 zum Nachrüsten

SPS-Bedienpanels mit Cloud-Anbindung sammeln die Daten von Produktionsanlagen. Bild: tci GmbH

Zum Thema Industrie 4.0 gibt es viele Meinungen – besonders zu den Hemmnissen, warum Industrie 4.0 trotz weit verbreiteter Euphorie kein Selbstläufer ist. In meinem früheren Blog-Artikel Industrie 4.0 in der Industrieautomation habe ich etwas zur Historie geschrieben. Industrie 4.0 ist heute der Überbegriff für die durchgehende Digitalisierung von Entwicklung, Produktion und Logistik. Industrie 4.0 wird oft als vierte industrielle Revolution bezeichnet. Wobei Revolution nicht ganz passt. Es handelt sich sicher um eine dauerhafte und enorme Änderung unserer Produktions- und Arbeitswelt – sie erfolgt aber nicht schlagartig auf einmal, sondern in kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum hinweg. Zumindest meiner Meinung nach.

Hemmnisse für Industrie 4.0

Immer wieder lese ich von Sachverhalten, die angeblich als Hemmnis für Industrie 4.0 ermittelt wurden. Oft ist von fehlenden Sensoren, Kommunikations-Standards und Protokollen die Rede, die erst einen durchgängigen Datenaustausch ermöglichen sollen. An anderer Stelle ist davon die Rede, der Mittelstand sei mit Industrie 4.0 überfordert, weil der vorhandene Anlagenbestand nicht schnell genug durch eine Industrie 4.0-taugliche Produktionstechnik ersetzt werden kann. Vereinzelt kommen noch der Fachkräftemangel und fehlende gesetzlichen Regelungen mit in die Diskussion – und nicht zuletzt das Thema Industrial Security.

Auch alte Maschinen lassen sich mit SPS und Bedienpanel in Industrie 4.0-Konzepte einbinden. Bild: MemoryCatcher/pixabay.

Auch alte Maschinen lassen sich mit SPS und Bedienpanel in moderne Industrie 4.0-Konzepte einbinden. Bild: MemoryCatcher/pixabay.com.

Keine Standards in Sicht

Als praxis-orientierter Mensch bezweifle ich einerseits, dass es je ein fertiges Konzept geben wird, dass jedes Unternehmen einfach adaptieren kann. Dazu sind die Zusammenhänge viel zu komplex und zu weit verzweigt. Nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und rechtlich. Anderseits gibt es eine Reihe von Anbietern, die beispielsweise mit I4.0-Sensoren oder I4.0-Gateways Produkte speziell für Industrie 4.0 anbieten. Aber – was bringt uns das? Mangels Standardisierung mache ich mich von einem Hersteller abhängig. Dass erinnert mich an eine Zeit zurück, zu der es zig verschiedene Feldbusse gegeben hat, welche um die Anwender gebuhlt haben Zudem halte ich auch gar nichts davon, das jeder Türkontakt oder jeder Temperatursensor mit einem Webserver ausgestattet ist. Aus Sicht der Security ist das ein Albtraum.

Industrie 4.0 nachrüsten

Oben habe ich von Industrie 4.0 in kleinen Schritten geschrieben. Das ist dadurch realisierbar, dass bewährte Technik zielgerichtet weiterentwickelt wird. Ein Beispiel dafür sind die SPS-Bedienpanels von tci, die mit einer Cloud-Anbindung ausgestattet sind. SPS-gesteuerte Anlagen sind der industrielle Standard. In der SPS liegen alle relevante Daten vor und können ausgelesen werden. Im einfachsten Fall funktioniert das, ohne dass am SPS-Programm etwas geändert werden muss. Falls doch zusätzlich Parameter erfasst werden müssen, lässt sich das bei der nächsten Revision erweitern. Der Aufwand dabei ist überschaubar. Und falls Sie eine ganz alte Maschine ohne SPS haben – dann bauen Sie eine kleine SPS, beispielsweise eine Logo von Siemens, an die Maschine. Dazu ein Panel von tci und schon haben Sie die Daten verfügbar – direkt an der Maschine, auf Ihrem Smartphone oder in Ihrem ERP-System.

SPS-Bedienpanels Touchpanesl für die Industrie

SPS-Bedienpanels für die Industrie. Bild: tci GmbH

OK, das war jetzt ein wenig Werbung. Aber ich halte tatsächlich nichts davon, auf den Standard X zu warten, um dann alle Maschinen ersetzen zu müssen.

Was ist den Ihre Meinung zum Thema Industrie 4.0? Warten Sie auf neue Technologien und Standards oder sind Sie schon bei der Umsetzung? Bitte schreiben Sie Ihre Meinung hier in den Blog oder per eMail direkt an den Autor.

 

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Gerhard Bäurle

Marketing / PR bei tci GmbH
Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

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Über Gerhard Bäurle

Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

2 Gedanken zu „Industrie 4.0 zum Nachrüsten

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