Fenster erneuern erhöht Schimmel-Risiko

Neue Fenster im Altbau

Bildquelle: Danke an Hans und pixabay.com

Die Energiewende

Wenn unsere Gesellschaft sich wirklich von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas und natürlich auch von der Atomkraft verabschieden will, dann geht das nach meiner Meinung nur wie folgt: Die Energie muss viel effizienter eingesetzt werden, denn dann sinkt der absolute Verbrauch – und so haben wir eine Chance, die benötigte Energie alleine über Sonne, Wind und Biomasse zu erzeugen. Das Ende der Energiewende sozusagen.

Drei Ansatzpunkte – Heizung, Fenster und Dämmung

Wer den Energiebedarf seiner vier Wände reduzieren möchte, hat, grob gesagt, drei Ansatzpunkte: die Heizung, die Fenster und die Dämmung der Gebäudehülle. In der Praxis wird immer wieder der Fehler gemacht, diese drei Stellschrauben getrennt zu betrachten, obwohl sie in Zusammenhang stehen.

Nur neue Fenster – Einzelmaßnahmen sind fraglich

Der Laie sieht, dass sich seine Fenster beschlagen – und lässt neue einbauen. Im Anschluss freut er sich, dass die Scheiben trocken bleiben – aber wundert sich kaum später über den aufkommenden Schimmel. Die Feuchtigkeit schlägt sich nämlich immer an der kältesten Stelle im Raum nieder, und das sind jetzt nicht mehr die Fenster. Warum das so ist, erläutert Ronny Meyer in seinem Blog-Artikel Gedämmte Wände können nicht schimmeln auf enbausa.de sehr anschaulich.

Spezialisten sind gefragt

Wahrscheinlich ist es immer schwierig, als Laie nur mit einzelnen Handwerkern zu einer optimalen Lösung zu kommen. Idealerweise sollte ein Gutachter oder Energieberater mit dazu genommen werden, der den Zustand der Immobilie als Ganzes betrachtet. Mit ihm wird dann besprochen, welche Auswirkungen die einzelnen Maßnahmen haben. Oft geht es nicht nur um Einsparungen von Energie, sondern auch um mehr Komfort und Sicherheit – bis hin zum Smart Home.

Im nächsten Beitrag zum Themenkomplex Sanieren und Renovieren werde ich das Thema Dämmwahn aufgreifen, das derzeit in der Presse und an manchem Stammtisch heftig diskutiert wird.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Renovieren, Sanieren und neuen Fenstern? Bitte schreiben Sie doch einen Kommentar oder eine E-Mail direkt an mich. Vielen Dank.

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Gerhard Bäurle

Marketing / PR bei tci GmbH
Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

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About Gerhard Bäurle

Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

2 thoughts on “Fenster erneuern erhöht Schimmel-Risiko

  1. René JungRené Jung

    Fenster sind ein schönes Thema.
    Ich habe vor drei Jahren mit einem heimischen und renommierten Bauträger ein sogenanntes Systemhaus gebaut. Bis auf Wand- und Bodenbeläge habe ich alles nach Bauleistungsvorgaben erstellen lassen. Wir hatten im Juni Baubeginn und an Heiligabend wurde der Estrich eingebaut. Ab Neujahr haben wir dann eifrig gelüftet, um die Feuchtigkeit aus dem Haus zubekommen. Alles gut – bis jetzt kein Schimmel.
    Eine Sache ärgert mich aber seit Beginn an und lässt sich auch nicht mehr ändern. Um im gesamten Treppenbereich mehr Tageslicht zu bekommen, wurde ein Dachfenster eingebaut. Dieses Fenster hat gegenüber den anderen Fenstern eine Doppel- anstatt Dreifachverglasung und stellt damit eine Kältebrücke dar. Das kondensierende Wasser schlägt sich immer an diesem Fenster nieder und gerade im Treppenbereich ist die Stelle natürlich so, dass man nicht „schnell mal“ mit einem Tuch die Feuchtigkeit aufnehmen kann.
    Ich denke, dass wir heute zu schnell unsere Häuser fertigstellen und dass die Austrocknungszeit mit der Wohnzeit beginnt. Das Problem mit dem Fenster ist besser geworden, schade ist nur, dass der Lehmputz, den ich selbst angebracht habe und auch echt empfehlen kann, dadurch mehrfach schon ausgebessert werden musste. Der Lehmputz hat den Vorteil, dass Feuchtigkeit aufgenommen und dann wieder in den Raum abgegeben wird, wenn es möglich ist. Ich hatte bis auf das Fenster noch keine Probleme mit Feuchtigkeit oder Schimmel. Ich denke, dass man sich genaue Gedanken machen muss, was und in welchem Umfang man saniert oder bei Neubauten plant.

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  2. Javaer

    hab da ne nette app zum thema schimmelrisiko gefunden
    zu finden im app store fürs iphone unter dem suchbegriff schimmelrisiko

    Reply

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