ISH 2015 – die Energiewende ist nicht nur elektrisch

Co2online_durchschnittlicher_Energieverbrauch
Quelle: www.co2online.de

Obwohl die Energiewende drei Bereiche umfasst – Strom, Wärme und Mobilität – geht es in der öffentlichen Diskussion in erster Linie um Strom. Von riesigen Windparks in der Nordsee ist die Rede, von neuen Kohlekraftwerken und von Stromtrassen in den Süden.

Dabei wird oft vergessen, dass über 50 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland auf die Wärmeerzeugung entfällt. In einem durchschnittlichen Haushalt sind es sogar über 85%. Während wir uns im Wohnraum über eine stromsparende LED-Beleuchtung, über abschaltende Kaffeemaschinen und Standby-Geräte den Kopf zerbrechen, bullert im Heizraum der 15 Jahre alte Ölkessel vor sich hin.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin schon dafür, Strom zu sparen – aber bei den 87 Prozent Raumwärme und Warmwasser ist das Einsparpotential im Wärmebereich 87 (sieben-und-achtzig) mal höher, als bei der Beleuchtung.

ISH 2015 ist ein Besuch wert

Für alle Interessierte ist die ISH 2015 eine gute Gelegenheit, die Energiewende aus Sicht des Wärmeverbrauchs zu betrachten und nach passenden Lösungen zu suchen.
Die ISH ist die Weltleitmesse für die Themen

  • energieeffiziente Heizungs-, Kälte und Klimatechnik
  • Sanitärtechnik und modernes Baddesign
  • erneuerbare Energie und Gebäudeautomation

Die Aussteller der Messe zeigen auch übergreifende Lösungen, da die Themen alle zusammenhängen.

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KNX auf der ISH 2015

Wer kennt das nicht, manchmal vergisst man, den Thermostat zurückzudrehen und heizt unnötig. Das nächste Mal dreht man den Thermostat ganz zurück und die Räume kühlen aus. Ein optimaler Betrieb der gesamten Gebäudetechnik – gerade aus energetischer Sicht – ist nur mit einer Vernetzung aller Komponenten möglich.

Mit KNX ist dazu ein herstellerneutrales Bussystem verfügbar, das sich in vielen Installationen bewährt hat. Dank Vernetzung ist die Gebäudetechnik auf einander abgestimmt und lässt viel exakter regeln und steuern, als dies der Bewohner im Alltag von Hand machen kann.

Gemeinschaftsstand der KNX Association in Halle 10, Ebene 3, Stand A 49. Quelle Hallenplan: Messe Frankfurt

Gemeinschaftsstand der KNX Association in Halle 10, Ebene 3, Stand A 49. Quelle Hallenplan: Messe Frankfurt

KNX Association auf der ISH 2015

Welche Lösungen es dazu gibt, zeigt die KNX Association auf einem großen Gemeinschaftsstand in Halle 10, Ebene 3 / Stand A 49. Hier zeigen verschiedene Hersteller ihr breites Angebot zur Gebäudesystemtechnik auf Basis von KNX. Beispielsweise sehen Sie dort von uns die tci ambiento Touchpanels luna und pureKNX.

Touchpanel luna – jetzt auch mit weißer Front

Touchpanel luna – jetzt auch mit weißer Front

Noch bis Samstag, den 14. März 2015, können Sie die ISH 2015 besuchen – für Ihr persönliches Update in Sachen Energiewende, Wärmewende und Gebäudetechnik.

Welche Meinung haben Sie zur Energiewende? War Ihnen der hohe Anteil an Wärmeenergie bekannt? Schreiben Sie doch Ihre Meinung als Kommentar hier in den Blog oder als E-Mail direkt an den Autor.

 

 

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René Jung

René Jung

Leitung Marketing | Head of Marketing bei tci GmbH
Seit 2002 arbeite ich als Mitarbeiter in der Abteilung Marketing bei tci und bin seither für Online-Marketing, Messen und vieles andere im Bereich Marketing zuständig. Ein Blog in der Automatisierungsbranche soll zusammenführen, was zusammen gehört - tci als Hersteller von Industrie Computer und alle, die unsere Produkte brauchen. Ich freue mich über alle Kommentare und Meinungen zu unseren Themen. ______________________________________________________________ Since 2002 I am working in the Marketing department at tci. I’m responsible for online marketing, fairs and many other topics around marketing. A blog in the automation industry will bring together what fit together - tci as a manufacturer of industrial computers and those who need our products. I am pleased about all comments and opinions on our topics.
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About René Jung

Seit 2002 arbeite ich als Mitarbeiter in der Abteilung Marketing bei tci und bin seither für Online-Marketing, Messen und vieles andere im Bereich Marketing zuständig. Ein Blog in der Automatisierungsbranche soll zusammenführen, was zusammen gehört - tci als Hersteller von Industrie Computer und alle, die unsere Produkte brauchen. Ich freue mich über alle Kommentare und Meinungen zu unseren Themen. ______________________________________________________________ Since 2002 I am working in the Marketing department at tci. I’m responsible for online marketing, fairs and many other topics around marketing. A blog in the automation industry will bring together what fit together - tci as a manufacturer of industrial computers and those who need our products. I am pleased about all comments and opinions on our topics.

4 thoughts on “ISH 2015 – die Energiewende ist nicht nur elektrisch

  1. Andreas Kühl

    auf die Bedeutung der Wärme innerhalb der Energiewende Weise ich in meinem Blog auch immer wieder hin. Energiewende sehe ich als ein intelligentes Zusammenspiel von Wärme, Strom und Mobilität. Auf der ISH ist das jedoch nur wenig ein Thema, erneuerbare Wärme sucht man fast vergebens, interessanter wird es schon bei einer Verbindung von verschiedenen Konzepten, da gibt es ein paar gute Ansätze.

    Reply
  2. Constantin Schulz

    der hohe Anteil an Wärmeenergie am Gesamtverbrauch war und ist mir bekannt. Daher haben wir uns auch danach gerichtet, eben diesen Bedarf möglichst klein zu halten, als wir an unser EFH gingen.
    Wir haben auch ein KNX-Bussystem installiert, allerdings eher aus Komfort, als aus Energiespargründen. Die gesamte Beleuchtung basiert auf LED und unser Gesamtenergiebedarf für Strom betrug innerhalb der letzten 12Monate etwa 4600kWh bei 250m² und Raumtemperaturen von im Schnitt 24°C. Der Strom für die Wärmepumpe ist darin bereits enthalten.
    Seitens der Hersteller von SHK-Technik sieht die Integration von KNX allerdings sehr mager aus. Nur wenige Hersteller bieten da etwas an. Auch die großen tun sich da schwer. So läßt sich unsere Wärmepumpe (immerhin vom europäischen Branchenzweiten) bisher nicht herstellerseitig an den Bus anschließen und bei der ursprünglich geplanten KWL war das nicht anders.
    Was die Energiewende „im Heizungskeller“ angeht, so haben die Hersteller auch das Problem, das die Geräte für den stetig sinkenden Bedarf bei Neubauten meist überdimensioniert sind und keine kleinen Leistungsklassen in Sicht sind.
    Das obige Beispiel mit der vernetzung der Gebäudetechnik halte ich für nicht ganz passend, da die Vernetzung der Gebäudetechnik im Bestand eher eine absolute Ausnahme ist, obschon da die höchsten Einsparpotenziale vorhanden sind. Vernetzte Gebäudetechnik findet man vielmehr bei Neubauten, wo aber die Heizungsregelung technisch nicht mehr über einen Thermostaten nötig ist und man die Heizung einfach gleichmäßig durchlaufen läßt, weil das bei Neubauten sparsamer ist.

    Reply
  3. Gerhard Bäurle

    Hallo,

    eine echte Integration der SHK-Technik in ein Gesamtsystem ist tatsächlich schwierig.

    Unsere Wärmepumpe hat zwar einen Ethernet-Anschluss für Fernwartung, aber ob ich selbst auch an Daten komme? Wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

    Praktisch ist es so, dass in der Haustechnik mit Wärmepumpe, KWL, Wechselrichter (ggf. Batteriespeicher) und der Haussteuerung eine ganze Reihe von „Rechnern“ im Technikraum stehen, die kaum miteinander sprechen können.

    Andererseits kann ich an jedem einigermaßen aktuellen Auto den Fehlerspeicher auslesen. Der sanfte Druck der Wettbewerbshüter sorgte mit der OBD2 für eine Hersteller-übergreifende Schnittstelle, die in jedem Kfz bereitgestellt werden muss. Das war zwar nicht für den Endkunden gedacht, zeigt aber, dass es Sinn macht, Zustandsdaten über eine einheitliche Schnittstelle zugänglich zu machen.

    Zurück zum Gebäude: Es ist auch meine Meinung, dass in einem gut gedämmten Haus eine ERR Einzelraumregelung kaum Nutzen bringt – aber sie ist vorgeschrieben:

    http://www.enev-online.org/enev_2009_volltext/enev_2009_14_verteilungseinrichtungen_warmwasseranlagen.htm

    Wer die Heizung selbst installiert, kann das umgehen. Wenn aber KfW-Mittel eingesetzt werden sollen, ist ein Energieberater notwendig – und dieser plant die ERR vom Keller bis ins Dach. Wenn es ganz gut läuft, nagelt er einem auch in einen Abstellraum von 2 qm einen Thermostat, ob wohl das weder vorgeschrieben (kleiner als 6 qm) ist noch Sinn macht. Hier ist die Bürokratie einfach zu unflexibel.

    Vernetzung im Bestand geht mit überschaubarem Aufwand mit EnOcean oder digitalSTROM – auch in Kombination.

    http://www.digitalstrom.com/Pressemappen/Pressemappe-Wohnen-Lifestyle/In-Bergenhusen-steht-Deutschlands-smarteste-Kirche.html

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  4. zurl89 Oertli

    Ich habe mir auch schon oft Gedanken gemacht, welche Quellen am meisten Energie in meinen Haushalt verschwenden. Die Grafik oben zeigt das ja richtig gut. Deshalb habe ich mir auch schon Gedanken über eine Wärmepumpe mit Solaranlage gemacht. Ich finde solche Heizsysteme sehr gut und auch gut für die Natur. Auch Windparks im Norden Deutschlands finde ich sehr gut und effizient.

    Reply

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