Industrie 4.0 auf der SPS IPC Drives 2018

Team tci

Das Team von tci freut sich auf Ihren Besuch. Bild: tci GmbH

Mit smarten Lösungen zu Industrie 4.0

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung der SPS IPC Drives 2018. Ab Dienstag, den 27.11.2018 dreht sich im Nürnberger Messezentrum drei Tage lang alles um die elektrische Automatisierungstechnik im weitesten Sinne. Neben den klassischen Themen wie Steuerungstechnik, Industrie Computer und Antriebstechnik nimmt auch die industrielle Kommunikation breiten Raum ein. Im Zuge von Industrie 4.0 und Digitalisierung geht es nicht nur um die reine Funktionalität, sondern auch um Datensicherheit und Zugriffsschutz für Produktionsanlagen – Industrial Security.

Greenfield und Brownfield im Industrie 4.0-Kontext

Wem diese Begriffe nicht geläufig sind – hier eine kurze Erklärung: Wenn man ein Bauwerk oder eine Produktionsanlage auf der grünen Wiese erstellt, spricht man von Greenfield. Hier baut man alles mit neuen Methoden und neuer Technik, ohne dass man eine bestehende Infrastruktur berücksichtigen muss. Von Brownfield spricht man bei bestehenden Objekten und Anlagen, die im Prinzip funktionieren, aber modernisiert werden sollen.

Was hat das nun mit Industrie 4.0 zu tun? Zum einen können Brownfield-Anlagen zu einer Zeit entstanden sein, in der von Internet in der Produktion noch nicht die Rede war. Die damals verwendeten Geräte haben entweder keinen Netzwerkzugang oder – falls doch – ist dieser aus Security-Sicht ohne Schutz. Bei den als autarke Insel konzipierten Anlagen war weder Zugriffsschutz noch Verschlüsselung ein Thema.

Der Anlagenbetreiber hat nun die Wahl für die Anlage:

  • Die Anlage bleibt isoliert, kein Industrie 4.0 – dies führt früher oder später zu einem Wettbewerbsnachteil
  • sie geht ohne besondere Maßnahmen online – das Sicherheitsrisiko ist enorm
  • wird entsorgt und durch eine Neue ersetzt – eine funktionierende Anlage nur wegen Industrie 4.0 zu entsorgen, ist sehr unwirtschaftlich
  • wird behutsam modernisiert, die Security bleibt im Blick – kann das der Mittelweg sein?
SPS-Bedienpanels mit Cloud-Anbindung sammeln die Daten von Produktionsanlagen. Bild: tci GmbH

SPS-Bedienpanels mit Cloud-Anbindung sammeln die Daten von Produktionsanlagen. Bild: tci GmbH

Industrie 4.0 in kleinen Schritten

Lassen Sie mich an dieser Stelle – auch hinsichtlich der SPS IPC Drives 2018 – das Industrie 4.0-Konzept vorstellen, das tci für den Maschinenbau anbietet:

  1. Basis sind SPS-Bedienpanels der XS-Serie. Dank verschiedener Treiber sind diese universell einsetzbar. Praktisch sind die gängigen Steuerungen abgedeckt, ebenso OPC-UA und VNC.
  2. Die Datenpunkte, die auf dem Panel vorhanden sind, können in die Cloud übertragen werden. Das ist für jeden Datenpunkt einzeln festlegbar.
  3. Neu zur Messe kommen „SPS-Bedienpanels mit integrierter SPS“ – die SmartPLC. Der Clou: Das webbasierte Konzept der SmartPLC erlaubt es tatsächlich, dass in der SmartPLC nicht nur die lokale SPS bedient und visualisiert werden kann, sondern auch die Webvisu anderer über Ethernet verbundener Steuerungen.

Weiterer Vorteil der SmartPLC: Sie können damit auch eine ältere Maschine, die einwandfrei funktioniert (aber keine SPS zur Steuerung hat) Industrie 4.0-fähig machen: Sensoren anbauen, mit der SmartPLC einlesen, verarbeiten und das Ergebnis an die Cloud übertragen.

Engineering per Browser

Kennen Sie das: Sie kommen an die Anlage – Stillstand – und fragen sich „Auf welchem Rechner ist der letzte Stand des SPS-Programms? Wo sind die aktuellen Regler-Parameter gesichert? – Damit sind wir bei einem weiteren Vorteil des webbasierten Ansatzes: Der Funktionsplaneditor liegt als App auf der SPS und kann per HTML5-Browser aufgerufen werden. Die Programmierumgebung und alle Daten des SPS-Programms und der Visualisierung liegen auf dem Gerät. Ausdrucke oder Datenträger im Schaltschrank gehören damit der Vergangenheit an.

Webbasierter Baukasten für Steuerung und Bedienung

Als Ingenieur bin ich ja eher nüchtern und lasse mich in erster Linie durch Fakten leiten (die ich auch gerne hinterfrage). Dieser webbasierte Steuerungs- und Bedienbaukasten jedoch begeistert mich einfach. Er bietet SPS-Bedienpanels – mit oder ohne SPS-Funktionalität – sowie die Hutschienen-SPS SmartPLC-Box ohne eigenes Display. Die SPS-Bedienpanels gibt es in verschiedene Displaygrößen und in allen erdenklichen Montagevarianten. Salopp gesagt: Das gesamt XS-Ökosystem funktioniert kreuz und quer miteinander.

Industrie 4.0: In drei Bauformen ist die neue SmartPLC einsetzbar. Bild: tci GmbH

In drei Bauformen ist die neue SmartPLC einsetzbar. Bild: tci GmbH

Praktische Anwendungsmöglichkeiten

  1. Der Anlagenbauer ersetzt die Siemens Logo + XS-Panel mit einer SmartPLC-Touch. Die Visualisierung kann er direkt übernehmen.
  2. Ein Maschinenbauer bekommt von einem Kunden eine Logo vorgeschrieben, vom Nächsten eine WAGO – beim Dritten ist frei. Dann nimmt er statt SPS + XS-Panel die SmartPLC. Die Visualisierung ist unabhängig von der SPS-Funktionalität.
  3. Ein Produktionsunternehmen hat eine oder mehrere SPSen im Einsatz, die mit einem XS-Panel bedient werden. Jetzt sollen noch ein paar zusätzliche Daten erfasst werden. Das kann einfach mit der SmartPLC-Touch erfolgen. Die Visualisierung kann beibehalten und um ein paar zusätzliche Eingänge erweitert werden. Wichtig: Das eigentliche SPS-Programm wird nicht angefasst (Gewährleistung, Never touch an running system).

Vielleicht habe ich Sie mit meiner Begeisterung ein wenig angesteckt – oder zumindest neugierig gemacht? Dann besuchen Sie uns doch auf der SPS IPC Drives 2018. In Halle 7 | Stand 350 freut sich das Team von tci auf Ihren Besuch.

PS: Es gibt natürlich noch mehr Neuheiten bei tci, das haben Sie hier im Blick.

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Gerhard Bäurle

Marketing / PR bei tci GmbH
Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

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