Webpanels in der Gebäudetechnik

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Die Digitalisierung ist in der Gebäudetechnik angekommen

Natürlich sind noch nicht alle neuen Möglichkeiten – wie sie beispielsweise auf der diesjährigen light+building 2018 gezeigt wurden – im praktischen Einsatz, aber der Trend ist klar: Die Grenzen zwischen den einzelnen Gewerken verschmelzen und Gebäude werden heute nahezu an jeder Stelle mit Strom und Datenleitungen versorgt.

Immer mehr Funktionen werden zentral und bedarfsgerecht gesteuert. Beispielsweise bleibt die Heizung aus, wenn über die Wettervorhersage ein ausreichender solarer Eintrag prognostiziert wurde. Oder das Licht schaltet automatisch ab, wenn niemand im Raum ist oder durch die Sonneneinstrahlung ausreichend Helligkeit in den Raum kommt.

Von der Kontrollleuchte zum Display

Luna Serie Launcher 2017Die Bedienung der Gebäudetechnik hat eine längere Historie. Früher gab es nur am Gewerk selbst, beispielweise an der Heizung, ein paar Knöpfe und Leuchten als „Benutzerinterface“. Nach und nach wurden es immer mehr Taster und Leuchten, die vom Gewerk in Richtung Schaltschrank gewandert sind.

Mit der Zeit sind textbasierte Displays und später grafische Bedieneinheiten dazu gekommen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie am Anfang dieses Jahrtausends für jedes einzelne Display eine spezielle Bedienoberfläche erstellt werden musste – passend zur physikalischen Auflösung der Anzeigeeinheit.

Webpanels heute Standard

Zwischenzeitlich haben sich Webpanels als Standard etabliert. Sie basieren im Wesentlichen auf einem HTML5-fähigen Browser und einer Touch-Bedienung. Die native Auflösung des Endgeräts spielt dabei keine Rolle. Die Daten liegen auf einem Webserver, wobei es genau genommen zwei technisch unterschiedliche Lösungen gibt:

  1. Die Steuerung stellt einen Webserver zur Verfügung. Neuere Steuerungen, beispielsweise von Wago, Beckhoff oder die 1200er und 1500er von Siemens haben einen integrierten Webserver. Ist dort eine Bedienoberfläche projektiert, kann diese vom Webpanel direkt angezeigt werden. pureKNX von tci stellt beispielsweise ein KNX-Bedienoberfläche für Webpanels zur Verfügung.
  2. Als zweite Variante gibt es Webpanels mit integriertem Webserver, der Standard-Protokolle wie S7-ISOTCP oder Modbus-TCP unterstützt. Diese Panel kommen zum Einsatz, wenn Geräte bedient werden sollen, die über keinen eigenen Webserver verfügen. Das sind meist ältere Systeme.

Die Webtechnologie bietet einige Vorteile. Beispielsweise können Sie die Webpanels dezentral dort installieren, wo es aus Sicht der Anwender am günstigsten ist. Zudem können mehrere Panels parallel betrieben werden, wobei jedes Webpanel je nach Anwendung servergesteuert eine eigene Oberfläche haben kann. Änderungen an der Visualisierung können zentral am Server erfolgen, ohne dass Sie jedes Panel anfassen müssen.

Webpanels in verschiedenen Varianten

Bei tci-ambiento sind ein ganze Reihe von Webpanels in beiden Varianten verfügbar. Praktisch können Sie immer dasselbe Panel verwenden, auch wenn Ihre Kunden unterschiedliche Steuerungen im Einsatz haben. Je nach Situation vor Ort gibt es Panels für die flächenbündige Montage in der Wand, vor der Wand oder auch in IP65 für die Schaltafelmontage.

Wann realisieren Sie Ihr nächstes smartes Gebäude? Haben Sie schon Erfahrung mit webbasierter Gebäudetechnik bzw. was hat Sie davon abgehalten? Schreiben Sie doch Ihre Meinung als Kommentar in Blog per E-Mail direkt an den Autor (mailto:gerhard.baeurle@tci.de ).

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Gerhard Bäurle

Marketing / PR bei tci GmbH
Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

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Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen. _______________________________________________________________ Gerhard Bäurle works as "writing engineer" for tci. He is at home in the world of electric automation technology and considers technology from the perspective of the user. With this view he brings technology in a comprehensible wording. . This applies for press articles and case studies as well as for presentations and dialogues with customers at trade fairs.

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