Brandschutz-Tipps für Ihr Smart Home

Brandschutz - Je mehr elektrische Technik im Gebäude installiert wird, desto größer ist das Brandrisiko.

Immer mehr elektrische Helfer zuhause und am Arbeitsplatz

Zahlreiche technische Helfer sorgen heute im Smart Home dafür, dass es für uns Menschen immer komfortabler, bequemer und sicherer ist. Video-Türsprechstellen, automatisierte Beschattung, Touchpanels oder Smartphones zur Bedienung der Haustechnik, intelligente Raumschalter und Überwachungskameras sind nur ein paar Beispiele. Dieser Technik-Zoo wird überwiegend elektrisch betrieben. Entweder an der Steckdose oder per Akku – der natürlich immer wieder geladen werden muss. Das soll im folgenden aus der Sicht des Brandschutz betrachtet werden.

Brandursache technischer Defekt

Brände in Wohnungen und Gebäuden sind zwar alltäglich – bezogen auf den großen Bestand jedoch im einzelnen Objekt glücklicherweise sehr selten. Eine der Hauptursachen sind technische Defekte an der elektrischen Installation oder an Akkus. Mit der Anzahl der elektrischen Geräte und Akkus nimmt auch das Brandrisiko zu.

Die beste Waffe zur Bekämpfung von Feuer ist immer die Brandverhütung. Wenn es um Brandschutz geht, zählen daher vor allem Aufklärung und Prävention. Bereits mit ein paar Maßnahmen lässt sich das Feuerrisiko in der eigenen Wohnung und im Büro deutlich verringern. Hier finden Sie Brandschutz-Tipps, die zu Hause und am Arbeitsplatz für mehr Sicherheit sorgen.

Fehler in der elektrischen Installation sind häufige Brandursachen. Bild: tci ambiento.

Auch wenn die elektrischen Geräte realtiv sicher sind – mit deren Anzahl steigt auch das Brandrisiko. Bild: tci ambiento.

Sachgemäßer Umgang mit der Elektronik

Fehler in elektrischen Geräten sind die häufigsten Brandauslöser in Deutschland. Wenn Geräte defekt oder nicht sachgemäß angeschlossen sind, erhitzen sie sich zu stark. Die Folge: ein Kurzschluss, der Funken produziert. Achten Sie also bereits beim Kauf der Geräte auf Gütesiegel, wie die CE, VdS- und GS-Zeichen. Geräte, deren Kabel bereits brüchig oder gequetscht sind, sollten Sie unbedingt von einem Fachmann reparieren oder austauschen lassen.

Vorsicht bei Mehrfachsteckdosen

Mehrfachsteckdosen sind besonders brandgefährdet, weil sie sich bei Überlastung entzünden können. Vor allem Geräte mit hoher Stromaufnahme wie Heizlüfter, Waschmaschine, Geschirrspüler oder Wäschetrockner sollten daher auf keinen Fall an einer Steckdosenleiste angeschlossen werden. Im Bad oder im Spülbereich der Küche sind Mehrfachsteckdosen sowieso absolut tabu! Es mag zwar praktisch sein, doch Sie sollten niemals gleich mehrere Steckdosenleisten hintereinander schalten, weil sie sonst besonders schnell überlasten. Geben Sie außerdem immer darauf acht, dass die Leiste nicht verdeckt oder hinter Möbeln versteckt ist.

Standby Modus auf Dauer gefährlich

Gerade im Büro sind Geräte wie Drucker oder Computer, die immer im Standby Modus eingeschaltet bleiben, kritisch. Denn wenn Papier oder Akten die Lüftungsschlitze der Geräte verdecken, kann es leicht zu einem Wärmestau kommen, der dann einen Kabelbrand verursachen kann. Schalten Sie die Geräte über Nacht stets ganz aus bzw. betätigen Sie den Kippschalter der Steckdosen, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Brandschutz – Offenes Feuer nie unbeaufsichtigt lassen

Offene Feuerquellen wie Kerzen, Kamine, Adventkränze oder Weihnachtsbäume stellen ein großes Brandrisiko dar und sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben. Auch Zigaretten und Zigarren sind gefährlich und können leicht einen Brand auslösen. Mit der Zigarette im Bett oder auf der Couch zu liegen ist ein No-Go, da das Einschlafrisiko hierbei einfach zu groß ist und so leicht ein Feuer entstehen kann.

Feuerlöscher auch daheim

In Unternehmen besteht ohnehin eine Feuerlöscher-Pflicht, doch auch in den eigenen vier Wänden sollte er nicht fehlen. Feuerlöscher gibt es in unterschiedlichen Klassen und sie können im Notfall leicht von jedem betätigt werden. Am besten ist es, sie an wichtigen und schnell erreichbaren Orten zu platzieren, wie etwa an Rettungswegen im Treppenhaus oder in der Küche. Lassen Sie die Feuerlöscher etwa alle zwei Jahre warten, damit sie im Ernstfall auch ordnungsgemäß funktionieren.

Für Wohnungen sind zwar keine Feuerlöscher vorgeschrieben – trotzdem eine sinnvolle Investition. Bild: 12019/pixabay.com

In Wohnungen sind zwar keine Feuerlöscher vorgeschrieben – sie sind jedoch trotzdem eine sinnvolle Investition. Bild: 12019/pixabay.com

Es geht uns hier nicht um Panikmache – ein gesundes Bewusstsein zum Thema Brandrisiken halten wir doch für sehr hilfreich, um das Restrisiko auf das mögliche Minimum zu reduzieren. Im einem der nächsten Blogbeiträge werden wir noch Tipps zu Blitzschutz, Rauchmelder und Feuerschutztresore ergänzen.

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Michael Reinalter

Michael Reinalter

Experten für Sicherheitslösungen bei SECUREO GmbH
Michael Reinalter ist beim Experten für Sicherheitslösungen Tresoro unter anderem für den reibungslosen Ablauf im Beratungscenter zuständig. In seinem Alltag erlebt er dabei ständig den Zwiespalt zwischen herkömmlichen und elektronischen Aufbewahrungsmöglichkeiten. Er ist davon überzeugt, dass man sich besonders bei wichtigen Dokumenten und Daten auf keine Sicherheitslösung allein verlassen sollte. Auch halbstarke Kompromisse sollte man beim Thema Sicherheit vermeiden.
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